Kübelpflanzen pflegen

Bevor die Kübelpflanzen nach langer Winterruhe wieder ins Freie gestellt werden, sollten noch einige Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Welche Arbeiten unbedingt empfehlenswert sind und wie Sie dabei vorgehen können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

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Rückschnitt der Pflanzen

Obwohl auch im Herbst ein Rückschnitt der Pflanzen erfolgen kann, sollte dieser besser im zeitigen Frühjahr vorgenommen werden. So haben die Pflanzen bereits genügend neue Kräfte, die Schnittwunden schneller verheilen zu lassen und zu neuem Wachstum anzusetzen.

Je nach Pflanzengattung können die Kübelpflanzen deutlich zurückgeschnitten werden. Bei Oleander ist beispielsweise darauf zu achten, die im Herbst gebildeten Knospen an der Pflanze zu belassen. Andere Pflanzen wie beispielsweise Buchsbaum, Fuchsien und dergleichen mehr können aber einen großen Rück- beziehungsweise Formschnitt erhalten, um sie so zu neuem Wachstum und neuer Blüte anzuregen.

Kübelpflanzen umtopfen

Nach erfolgtem Rückschnitt sollten die Kübelpflanzen auch umgetopft werden. Soll die Pflanze weiter wachsen, ist es angeraten, einen Pflanztopf zu wählen, der mindestens zwei Querfinger breiter ist als das alte Pflanzgefäß. Ist kein weiteres Wachstum gewünscht, sollten Sie die Wurzeln etwas verkleinern und auch einen etwas kleineren Kübel wählen. Den alten Kübel können Sie nach einer gründlichen Reinigung für andere Pflanzen verwenden, sofern kein Schädlingsbefall vorlag.

Gehen Sie beim Umtopfen folgendermaßen vor

  • Im neuen Pflanztopf sollte zuerst eine Tonscherbe auf das Abflussloch gelegt werden, bevor eine dünne Schicht Blähton und Kies aufgebracht wird. So wird die Gefahr von Staunässe minimiert.
  • Im nächsten Schritt wird eine Schicht frische Blumenerde in den Kübel eingefüllt, wobei in der Mitte eine Mulde entstehen soll, in die die Pflanze gesetzt wird.
  • Nehmen Sie dann die Pflanze aus dem alten Kübel heraus. Ist dies nicht möglich, da das Wurzelwerk bereits durch das Abflussloch gewachsen ist, sollten die Wurzeln keinesfalls abgetrennt werden. Hier ist es ratsamer, den Tontopf zu zerschlagen oder den Pflanztopf aus Kunststoff mittels Schere aufzuschneiden.
  • Lockern Sie dann das Wurzelwerk etwas auf, damit sich neue Fadenwurzeln bilden können.
  • Jetzt setzen Sie die Pflanze mittig in das neue Gefäß ein und drücken die Pflanzerde etwas an. Gießen Sie jetzt die Pflanze mit Wasser. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht allzu kalt ist. Ideal wäre es, wenn das Wasser mindestens einen halben Tag vorher in die Kanne eingefüllt wurde und dadurch Raumtemperatur annehmen kann.

Weitere Tipps

Wurde die Pflanze zurückgeschnitten und umgetopft, sollte sie erst allmählich an die Außentemperaturen und die höhere Lichtintensität gewöhnt werden. Sinnvoll ist es deshalb unter anderem, sie zuvor an einen etwas sonnigeren Platz im Keller respektive im Treppenhaus oder erst einmal in den Wintergarten zu stellen. Nach spätestens zwei Wochen sollte sie beispielsweise auf einer überdachten Terrasse an einem Ort aufgestellt werden, der nicht von Zugluft erreicht wird. Wenige Tage später kann die Kübelpflanze dann an ihren endgültigen Standort umziehen. Kommt es nachts noch zu Frösten, während die Pflanze bereits auf der Terrasse steht, so sollte der Kübel ganz an die Mauer herangerückt und eventuell mit Jute, Vlies oder zur Not auch Zeitungspapier eingepackt werden.

Von schwarzen Pflanzgefäßen ist generell abzuraten. Diese absorbieren viel zu viel Wärme, was zu Hitzeschäden an den Pflanzen führt. Schwarze Pflanzkübel können beispielsweise mit einer helleren Farbe gestrichen werden. Einfacher ist es allerdings, gleich auf hellere Pflanzkübel aus Holz, Kunststoff oder auch Keramik zurückzugreifen.

Im Winter erhalten Pflanzen nur wenig Dünger. Spätestens ab April sollten auch die Kübelpflanzen wieder regelmäßig gedüngt werden, um ihnen ein schnelles Wachstum zu ermöglichen.

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