Eine Gartenterrasse mit Pflastersteinen anlegen

Pflastersteine ( Bild: lichtkunst.73 / pixelio.de)
Pflastersteine ( Bild: lichtkunst.73  / pixelio.de)
Pflastersteine ( Bild: lichtkunst.73 / pixelio.de)

Zum Anlegen einer Gartenterrasse hält die Baustoffindustrie heute viele Möglichkeiten bereit. Fliesen- und Plattenbeläge sind dabei zwei Möglichkeiten, die sich jedoch als wasserundurchlässige Schicht negativ auf den Wasserhaushalt und die Ableitfähigkeit des Regenwassers auswirken. Holzbeläge sind zwar architektonisch schön, erfordern jedoch eine regelmäßige Pflege. Eine gepflasterte Terrasse hingegen verbindet bei entsprechender Verlegung Wasserdurchlässigkeit, Standfestigkeit, einfache Pflege und architektonisch schönes Aussehen eng miteinander.

In 5 Schritten zur perfekt gepflasterten Terrasse

  1. Der Terrassenunterbau: Jede Terrasse benötigt einen standfesten Unterbau. Dazu wird der getrennt zu lagernde Mutterboden ausgehoben und die darunter liegende Schicht auf insgesamt 40cm Tiefe entfernt. Gegen lästiges Unkraut folgt auf dieser Schicht ein Unkrautvlies, welches mit der ersten Schicht Schotter oder Grobkies belegt wird. Diese Schicht wird mittels einer Rüttelplatte verdichtet. Weitere Schichten folgen auf die gleiche Weise, bis die endgültige Höhe abzüglich des Pflasteraufbaus und mit 2 Prozent Gefälle nach außen erreicht worden ist. Bei der nun folgenden Verlegungsart muss dieser Unterbau bereits absolut eben verlaufen.
  2. Der Bettungsmörtel wird aufgebracht: Bei ungebundener Verlegung kann das Pflaster in Verlegesand oder Feinsplitt verlegt werden. Dabei besteht jedoch immer die Gefahr von Unterspülungen und das Pflaster senkt sich. Bettungsmörtel sorgt dafür, dass der Unterbau dauerhaft standfest wird und dennoch wasserdurchlässig bleibt. Diese Technik nennt man gebundene, wasserdurchlässige Verlegung. Der Bettungsmörtel wird angemischt, bis er eine stark erdfeuchte Konsistenz erreicht hat. Eine Kugel aus diesem Mischungsverhältnis muss in der Hand geformt werden können und darf nicht zerfallen. Dieser Bettungsmörtel wird nun auf dem Untergrund aufgetragen.
  3. Haftschlämme für die Pflastersteine: Die Haftschlämme ist ein mineralisches Pulver, welches ebenfalls mit Wasser angemischt die Verbindung zwischen Bettungsmörtel und Pflastersteinen herstellt. Eigentlich wird sie vollflächig auf den frischen Bettungsmörtel mit einem Quast aufgestrichen. Dabei würde sich jedoch eine wasserundurchlässige Schicht ergeben, die auf der Terrasse möglichst vermieden werden soll. Deshalb wird lediglich die Unterseite der Pflastersteine direkt vor der Verlegung mit Haftschlämme eingestrichen.
  4. Die Verlegung der Pflastersteine: Bei dieser gebundenen und dennoch wasserdurchlässigen Verlegung werden die mit Haftschlämme eingestrichenen Pflastersteine in das noch frische Bettungsmörtelbett eingesetzt. Sie werden mit dem Pflasterhammer festgeklopft, wobei sie ihre Standfestigkeit erreichen. Diese Arbeit muss bezüglich der einheitlichen Höhe der Pflastersteine sehr sorgfältig erfolgen und ständig mit einem Richtscheit kontrolliert werden. Zwischen den Steinen verbleiben umlaufende Fugen von 5mm.
  5. Das wasserdurchlässige Verfüllen der Fugen: Um die Wasserdurchlässigkeit zu erhalten, darf das Pflaster nicht mit Fugenmörtel verfüllt werden. Vielmehr wird Edelkies oder Feinsplitt mehrfach eingekehrt, bis alle Fugen endgültig verfüllt sind. Achtung: Die Verwendung von Fugensand ist eher abzuraten, da sich in dem Fugensand gerne Ameisen und Unkräuter ansiedeln.
Gartenterrasse (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)
Gartenterrasse (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Mit einer gut angelegten Terrasse haben Sie viele Jahre freude und die gerade Ebene ist sehr gut geeignet um dort Gartenstühle und einen Gartentisch aufzubauen. Auch wenn Sie gerne im Garten grillen hat die ebene Fläche der Gartenterrasse vorteile, da Sie dort sehr gut einen Edelstahl Gasgrill oder einen normalen Holzkohlegrill aufstellen können ohne Gefahr zu laufen, dass der Grill umfallen könnte. Für gemütliche abendliche auf der Terrasse bieten sich zudem Gartenlampen an, die auch bei Dunkelheit für entspanntes Licht auf der Terrasse sorgen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*