Kompostbeschleuniger – Wirkungsweise und Tipps

In fast jedem Garten wurde ein Komposthaufen angelegt, auf dem nicht nur der Rasenschnitt, sondern auch Äste, Gemüseschalen, Laub und Erde verrotten können. Um diesen Prozess zu beschleunigen, empfiehlt es sich, Kompostbeschleuniger einzusetzen.

Die Anlage eines Komposthaufens

Der Komposthaufen sollte in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Baum, der als Schattenspender dient, angelegt werden. Wer möchte, kann hierfür einen Komposter aus Kunststoff nutzen, aber auch einfache Metall- und Holzgestelle eignen sich hervorragend. Natürlich kann der Komposthaufen auch ohne diese Hilfsmittel angelegt werden.

Sofern möglich, sollten zwei Bereiche eingerichtet werden. Im ersten Bereich werden Grünschnitt, Äste, Laub, altes Obst, Obst- und Gemüseschalen und dergleichen mehr gesammelt, im zweiten die Bestandteile miteinander vermengt, aber nicht zusammengedrückt. Letzteres würde die Sauerstoffzufuhr behindern und zum Verfaulen führen.

Im Laufe der Zeit siedeln sich verschiedene Mikroorganismen und Kleinstlebewesen an, die für die natürliche Zersetzung des Kompostes sorgen. Allerdings benötigt dieser Vorgang seine Zeit. Je nach Zusammensetzung muss ein Zeitraum von 9 bis 12 Monaten eingeplant werden, erst dann ist der Kompost von seiner Konsistenz und Zusammensetzung her als Dünger geeignet. Um diesen Prozess zu beschleunigen, setzen viele Hobbygärtner Kompostbeschleuniger ein.

Bestandteile des Kompostbeschleunigers

Die Zusammensetzung des Kompostbeschleunigers variiert je nach Hersteller. Viele Produkte enthalten unter anderem Stickstoff, Kalium, Knochen- oder Hornmehl, verschiedene Spurenelemente und Enzyme und sogar lebende Mikroorganismen. Meist werden Kompostbeschleuniger in Pulverform angeboten. Der Kompostbeschleuniger sorgt dafür, dass der Reifungsprozess deutlich schneller voran geht. Bei besonders heißen Temperaturen und weiteren günstigen Voraussetzungen ist es durchaus möglich, dass der Kompost bereits innerhalb von 8 bis 12 Wochen verwendbar ist.

Einige Bestandteile des Komposts – so beispielsweise das Laub und der Strauchschnitt – fallen hingegen meist erst im Herbst an. Hier dauert dann auch mit Einsatz des Kompostbeschleunigers die Umwandlung etwas länger, zumal dieser Vorgang im Winter meist gänzlich zum Erliegen kommt. Deshalb sollten Sie rechtzeitig mit dem Ansetzen des Kompostes beginnen oder ihn gleich für das nächste Jahr einplanen. Hierfür können Sie dann sogar auf die Zugabe des Kompostbeschleunigers ganz verzichten.

Unterschiedliche Gebindegrößen

Kompostbeschleuniger werden in verschiedenen Gebindegrößen angeboten. So ist er beispielsweise als 5 oder 7,5 kg-Sack erhältlich, wird aber auch in Dosen angeboten. Möchten Sie die Preise vergleichen, sollten Sie sich den Kilo- oder 100 g-Preis anschauen. Manche Beschleuniger eignen sich besonders gut für den Einsatz im Thermokomposter. Diese Information finden Sie meist in der Produktbeschreibung.

Weitere Tipps

Um Kompostwürmer anzuziehen, sollten Sie auf dem Komposthaufen benutzte Teebeutel und Kaffeefilter mitsamt Inhalt auslegen. Beide wirken auf die Tiere besonders anziehend.

Um einen sehr guten Kompost zu erhalten, sollten Sie die Abfälle etwa 20 Zentimeter dick auffüllen, bevor Sie die erste Schicht Kompostbeschleuniger einstreuen. Auf dieser bringen Sie dann wiederum eine etwa 20 Zentimeter dicke Schicht voller gemischter Abfälle auf und verfahren in der gleichen Art und Weise weiter.

In besonders feuchten Gegenden decken viele Gartenbesitzer den Komposthaufen mit einer Kunststoffplane ab. Diese ist aber zu den Seiten hin offen, damit die Sauerstoffzufuhr aufrechterhalten bleibt.

Wenn Sie möchten, können Sie auch selbst Kompostbeschleuniger herstellen. Verwenden Sie dafür einen Würfel Hefe oder Trockenhefe, ein Kilogramm Zucker und zehn Liter Wasser. Füllen Sie das lauwarme Wasser in eine Gießkanne und lösen dann die Hefe im Wasser auf. Diese Mischung lassen Sie einige Stunden lang stehen. Danach geben Sie den Zucker hinzu und achten darauf, dass sich dieser vollständig auflöst. Nun gießen Sie die Flüssigkeit über den Komposthaufen bzw. die unterste Schicht und verfahren genauso weiter, wie bei dem Einsatz von industriell hergestelltem Kunststoffbeschleuniger beschrieben.

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