Schrotschusskrankheit an Steinobst und dessen Blättern bekämpfen

Bei der sogenannten Schrotschusskrankheit (stigmina carpophila) handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die in erster Linie Steinobst befällt, wie zum Beispiel Pflaumen oder Kirschen.

Im folgenden Ratgeber wird erklärt, wie man einen Befall erkennt, ihn vorbeugt oder bekämpft und welche Pflanzen besonders von der Pilzerkrankung betroffen sind.

Wie erkennt man einen Befall?

Wenn ein Baum von der Schrotschusskrankheit befallen ist, kann dies zunächst einmal an hellen Punkten an den noch jungen Blättern erkannt werden. Nach einige Tagen färben sich diese rotbraun. Die betroffenen Pflanzen versuchen als natürliche Schutz- und Gegenmaßnahme, die kranken Pflanzenteile abzukapseln und dadurch den Pilz zu entfernen. Das zeigt sich nach ungefähr zwei Wochen an ausbrechenden Gewebeteile in den Flecken. Anschließend bleiben rot umrandete und circa ein bis zwei Millimeter große Löcher zurück. Bei einem sehr starken Befall wirken die Blätter dann so, als wären sie von einer Schrotkugel durchlöchert worden.

Darüber hinaus zeigt sich ein Befall auch an den Früchten, die dann schwarze, leicht eingesunkene Flecken oder Punkte haben. Oft sind diese ebenfalls rot umrandet, was dann noch mehr für die Schrotschusskrankheit spricht. Bei einer Erkrankung reißen sie zudem auch recht schnell auf, vertrocknen und werden dann anschließend auch häufig von der Pflanze abgestoßen.

Darüber hinaus kann die Schrotschuss Krankheit auch Triebe von Gehölzen befallen.

Grundsätzlich kann es durch ein massives Auftreten der Pilze zu einem vorzeitigen Blattabfall kommen. Dadurch sind einige Bäume schon Ende des Sommers kahl und es kommt zu erheblichen Ernteausfällen.

Welche Pflanzen sind besonders von der Schrotschusskrankheit betroffen?

Die Schrotschusskrankheit kann unterschiedliche Pflanzen befallen. Am häufigsten sind allerdings verschiedene Steinobstsorten und Ziergehölze betroffen, wie zum Beispiel Zwetschgen, Pfirsiche, Kirschen, Mirabellen, Zierkirschen, Pflaumen, der Kirschlorbeer oder Mandeln. Wie anfällig die Pflanzen letztlich sind, hängt in erster Linie von der jeweiligen Sorte ab.

Wie vermehrt sich die Schrotschusskrankheit?

Bisher sind nur asexuelle Erreger der Schrotschusskrankheit bekannt. Daher vermehrt sich dieser auch lediglich ungeschlechtlich. Der Pilz überwintert hierfür an der Rinde, an befallenen Trieben und auch an sogenannten Fruchtmumien der Pflanze.

Der Pilz Stigmina carpophila, der die Schrotschusskrankheit verursacht mage es feucht und kühl. Er kann auf Trieben, Blättern und alten Früchten überwintern. Der Befall beginnt meistens im Frühjahr. Wenn es trocken bleibst gibt es keine Probleme mit der Schrotschuss Krankheit, denn die Pilze werden über Spritzwasser und Wind verteilt.

Der Pilz kann vollentwickelten Blättern nichts anhaben, im Juni ist also nicht mehr mit einem Befall zu rechnen.

Hausmittel: Wie kann man der Pilz Krankheit vorbeugen?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Schrotschusskrankheit vorzubeugen. Unter anderem eignet sich dafür eigens hergestellte Schachtelhalmjauche auf die Stämme der Bäume zu geben. Zudem können diese auch mit speziellen Kupferpräparaten behandelt werden, allerdings am Besten noch vor dem Laubabfall, denn so lässt sich eine Spätinfektion vermeiden.

Eine weitere Möglichkeit die Schrotschusskrankheit zu verhindern wäre die Obstbäume in regelmäßigen Abständen zu mulchen, wie zum Beispiel mit einer dicken Schicht Rasenschnitt. Darüber hinaus kann es helfen, in direkte Nähe Zwiebeln, Knoblauch oder Farn zu pflanzen.

In längeren Trockenphasen sollten die Pflanzen nur vom Boden aus gegossen werden. So bleiben die Blätter trocken und die Pilze finden keine guten Lebensbedingungen vor.

  • Schachtelhalmjauche auf Baumstamm geben
  • Obstbäume regelmäßig mulchen
  • Zwiebeln oder Knoblauch in direkte Nähe pflanzen
  • Blätter beim Gießen trocken halten

Bekämpfung der Schrotschusskrankheit

Wenn die Schrotschusskrankheit einen Baum oder eine andere Pflanze befallen hat, sollte rasch gehandelt werden, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. So können Tonerde- und Kupferpräparate und auch sogenannter Netzschwefel dafür eingesetzt werden, um die Pilze biologisch zu bekämpfen. Weitere Mittel, die sich dafür eignen, sind:

  • Zwiebel-Knoblauch-Sud
  • Ackerschachtelhalmsud
  • Meerrettich-Sud
  • Schafgarbe-Sud
  • Brennnesselsud

Darüber hinaus kann es auch helfen, um den Baum sogenannte Anti-Pilz-Pflanzen zu setzen und den Stamm mit Lehm zu bestreichen. Wenn bestimmte Bereiche schon sehr stark befallen sind, werden sie großzügig abgeschnitten werden. Dabei sollte folgendermaßen vorgegangen werden:

  • befallene Blätter mit einer scharfen Gartenschere zurückschneiden
  • kranke Triebe bis zum gesunden Holz kürzen
  • Rückschnitt einsammeln
  • alle betroffenen Pflanzenteile über den Biomüll entsorgen

Damit die Triebe dort nicht zu viel Platz einnehmen, werden sie vorher noch zerkleinert. Übrigens sollten die betroffenen und entfernten Pflanzenteile nicht auf den Komposthaufen gegeben werden. Denn da es dort häufig feucht ist, könnte sich der Pilz eventuell erneut ausbreiten. Das lässt sich vermeiden wenn die entfernten und befallenen Pflanzenteile erst gar nicht auf dem Haufen landen.


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Anwendung: Die Blätter werden gleichmäßig mit dem mit Wasser verdünnten Konzentrat besprüht. Die Dosierung erfolgt mithilfe des mitgelieferten Dosierbechers. Es kann im Garten und Gewächshaus eingesetzt werden.

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