Thermokomposter: In wenigen Wochen zum nachhaltigen Dünger

Thermokomposter

Ein Thermokomposter verarbeitet in nur drei bis vier Monaten Gartenabfälle zu fertigem Dünger. Damit ist er im Vergleich zu einem offenen Komposter aus Holz oder Metall im Kompostierung Prozess sehr schnell.

Was ist es ein Thermokomposter?

Ein hochwertiger Thermokomposter besteht aus Kunststoff, ist doppel- oder dickwandig und wärmeisoliert. Er ist mit einem Deckel ausgestattet und hat an den Seiten kleine Lüftungsschlitze. Dadurch kann er bei der Zersetzung mehr Wärme halten und so die Verrottung der Abfälle schneller voranbringen. Auch an kühleren Tagen wird der Prozess dadurch nicht unterbrochen.

Viele Hobbygärtner wollen auf einen Thermokomposter umsteigen, da sie mit dem Schnellkomposter wesentlich zügiger Erfolgserlebnisse haben als mit einem regulären Komposter.

Thermokomposter Vorteile

  • Dünger ist bei idealem Materialeinsatz und Kompostbeschleuniger in etwa drei bis vier Monaten fertig.
  • Ist durch ein Gitter sicher vor Mäusen
  • Fertiger Kompost kann unkompliziert durch eine Entnahmeklappe genommen werden
  • Keine Kompostierungspausen durch kalte Temperaturen
  • Schnell- und Mulchkompost, der nährstoffreicher ist als Reifekompost aus offenem Model

Thermokomposter Nachteile

  • Teurer im Preis als zum Beispiel Holzkomposter
  • Mehr Aufwand als bei offenen Kompostern (Zerkleinerung, genaue Schichtung, Bewässerung)
  • Unnatürliche Optik

Unsere Empfehlungen

Unsere zwei Komposter Empfehlungen stammen von Neudorff und Juwel. Sie spielen in ungefähr derselben Preis Klasse und verfügen über gute Kundenbewertungen. Wer einen noch genaueren Vergleich will kann sich die Produkte bei Amazon ansehen.

Unsere empfohlenen Thermokomposter bestehen beide aus recycletem Material (Kunststoff), befinden sich zwischen 500 bis 700 Liter Fassungsvermögen und eignen sich für den „kleineren“ Garten. Beide Komposter verfügen über bodennahe Klappen zur Entnahme des Inhalts.

Wer lieber ins Gartencenter geht kann sich auch bei Obi, Toom oder Baumarkt zu den Kompostern beraten lassen. Vorher können dazu nochmal die wichtigsten Kaufkriterien ermittelt werden, die nach unseren Empfehlungen folgen.

Juwel Premium Komposter Aeroquick 690

Juwel Thermokomposter AEROQUICK 690 (Nutzinhalt 700 l, für Garten- / Küchenabfälle, Komposter aus... Der Juwel Premium Komposter Aeroquick ist ein sehr beliebter geschlossener Thermokomposter aus recycletem Kunststoff. Er ist UV stabil, hat ein Aktiv Belüftungssystem mit Wandlamellen und einen Scharnierdeckel mit Schiebegriff, der vor Wind sichert.

Er verfügt über eine große Entnahmeklappe über dem Boden, durch die der Kompost unkompliziert entnommen werden kann. Es gibt ihn entweder in 420 Liter, 690 Liter oder 890 Liter Fassungsvermögen, je nach Bedarf und Haushaltsgröße.

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Neudorff Thermokomposter

Neudorff Duo Therm Thermokomposter, 530 Liter Der Neudorff Thermokomposter hat ein Fassungsvermögen von 530 Liter Maße von 0.82 „x“ 0.82 x 1,15 m. Er ist etwas kleiner als das empfohlene Modell von Juwel, jedoch ausreichend für kleine Gärten bis zu 100. Die Konstruktion ist doppelwandig und verfügt dadurch über eine gute Wärmeisolation.

Der Komposter verfügt über zwei Entnahmeklappen, über die die Erde unkompliziert und schnell entnommen werden kann. Großes Plus für alle, denen Nachhaltigkeit wichtig ist: Das Modell besteht aus 100% recycletem Kunststoff.

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Thermokomposter kaufen: Darauf muss man achten

Liter: Gängige Thermokomposter fassen zwischen 400 und 900 Liter. Sie reichen für Gärten bis zu 100 oder 200 Quadratmeter. Das Kompostieren mit dem Thermokomposter ist eher für den „kleinen“ Garten und weniger für gewerbliche Betriebe geeignet.

Material: Die beliebten Thermokomposter auf dem Markt bestehen aus Kunststoff. Wer besonders nachhaltig sein möchte kann sich ein Modell von Juwel, Dehner oder Neudorff zulegen. Die Komposter bestehen aus 100% recycletem Kunststoff.

Wanddicke: Die Wanddicke ist bei einem Thermokomposter sehr wichtig, da die Wärmeisolationsleistung auch von der Dicke der Wand abhängig ist. Die meisten Modelle sind doppelwandig oder haben besonders dicke Wände.

Entnahmeklappe: Eine bodennahe Entnahmeklappe ist äußerst praktisch, um den fertigen Humus unkompliziert zu entnehmen oder den verrottenden Inhalt umzusetzen. Es gibt auch Modelle, die zwei Entnahmeklappen haben. Außerdem sind Belüftungsschlitze wichtig.


Anleitung zur Kompostierung mit einem Thermokomposter

Der Thermokomposter wird am Besten an einen halbschattigen Ort direkt auf die ebene Erde gestellt.

Um den ganzen Prozess zu beschleunigen kann man zunächst einen Kompoststarter hinzugeben. Alles, was in den Schnellkomposter wandert muss – zum Beispiel mit einem Hecksler – zerkleinert werden, sodass die Mikroorganismen die Materialien schnell verwerten können.

Wenn im Garten sehr viel Rasenschnitt anfällt muss dieser immer erst ein paar Tage antrocknen und mit trockenen Materialien wie Häckseln, zerkleinerten Eierkartons oder Zeitungspapier gemischt werden.

Wichtig ist auf die Zusammensetzung zu achten. Es muss auf das Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis geachtet werden. Ideales Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff: 15:1 bis 20:1.

In den Komposter dürfen:

  • Laub
  • Gemüse- und Obstreste
  • Eierschalen
  • trockener Rasenschnitt
  • Kaffeesatz
  • Äste/Rückschnitt

Tierische Produkte, Zitrusfrüchte und die meisten Unkräuter dürfen übrigens nicht in den Komposter, da sie Ratten anziehen können.

Im Verlauf der Kompostierung muss das Material mit einer Mistgabel durchgemischt werden, um zu sehen, ob der Kompost zu feucht ist oder es trockene Nester gibt. Es wird auch empfohlen den Kompost alle drei bis vier Wochen umzusetzen, um ihn gut zu mischen und zu lüften. Dazu wird der Thermokomposter über die Entnahmeklappe geleert und einfach wieder neu aufgefüllt.

Gut zu wissen: Temperaturen im Komposter erreichen bis zu 70° C.

Um den fertigen Dünger zu entnehmen kann man bei den meisten Modellen einfach und unkompliziert die dafür angefertigte Bodenklappe öffnen.

Warum Kompostieren?

Immer mehr Garten Besitzer erkennen, dass Kompostieren Sinn macht. Zum einen erspart es ihnen die Kosten der Müllentsorgung über die grüne Tonne. Zusätzlich können sie ihre organischen Abfälle recyclen und ihren Pflanzen im Garten einen nährstoffreichen Dünger anbieten.

Ein richtig angelegter Komposthaufen liefert nämlich kostbaren Dünger. So muss kein Dünger mehr im Gartencenter gekauft werden und man hat seinen organischen Abfall sinnvoll verwertet.

Da das Kompostieren vielen Garten Besitzern zu lange dauert legen sich immer mehr Hobbygärtner einen Thermokomposter zu. Ungeschlossene Alternativen sind der Holzkomposter oder der Metallkomposter.

Gut zu wissen: Nur wenn die Mischung der Abfälle auf dem Kompost nicht stimmt, entstehen beim Verrottungsprozess unangenehme Gase. Ein richtig angelegter Kompost mit der richtigen Zusammensetzung riecht auch nicht unangenehm.

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