Apfelgespinstmotte erfolgreich bekämpfen

Ratgeber

Apfelgespinstmotten gehören zu den am häufigsten vorkommenden Schädlingen im heimischen Garten. Anstelle von chemischen Mitteln geht man heutzutage verstärkt dazu über, sie auf biologische Art zu bekämpfen.

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten vor, um Apfelgespinnstmotten erfolgreich und biologisch zu bekämpfen .

Apfelgespinstmotten – Wissenswertes auf einen Blick

Apfelgespinstmotten kommen in nahezu allen Ländern Europas vor. Besonders stark ist ihre Population in Ost- und Mitteleuropa sowie in England. Die Motten zählen zur Art der Schmetterlinge und leben insgesamt – von der Eiablage bis hin zum Falterstadium – etwa 320 Tage.

Nur im Juni und Juli fliegen sie, nachdem sie sich von Raupen zu Faltern entwickelt haben, vor allem in der Dämmerung umher. Die Falter selbst haben eine Lebensdauer von etwa 20 bis 30 Tagen.

Die Weibchen legen etwa 150 Eier, die sie an den Zweigspitzen der zwei- bis vierjährigen Triebe, oft in unmittelbarer Nähe von Knospen ablegen. Die Eier werden mit einem gelblichen Schleim bedeckt, der innerhalb kürzester Zeit aushärtet und so dafür sorgt, dass die Larven den Winter gefahrlos überstehen.

Im Frühling befallen sie dann zuerst die Blüten des Apfelbaumes, bevor sie die grünen Blätter bis hin auf das Blattskelett verzehren. Diese Blätter haben sie zuvor mit vielen weiteren Raupen zusammengerollt, umsponnen und besiedelt.

Möglichkeiten um Apfelgespinnstmotten zu bekämpfen

Es gibt einige Möglichkeiten, Apfelgespinstmotten zu bekämpfen. Diese stellen wir Ihnen im Folgenden kurz vor:

  • Natürliche Feinde der Apfelgespinstmotte
  • Raupen per Hand entfernen
  • Gespinnste vernichten
  • Leimring an Baumstämmen anbringen
  • Rückschnitt des Baumes
  • Pflanzenschutzmittel gegen Apfelgespinnstmotten

Möglichkeit 1: Natürliche Feinde der Apfelgespinstmotte ansiedeln

Sehr sinnvoll ist es, natürliche Feinde der Motten anzusiedeln. Zu diesen Feinden gehören beispielsweise Schlupfwespen, Erzwespen, Encyrtide, Raupen- und Fleischfliegen.

Diese vertilgen hauptsächlich die Larven der Apfelgespinstmotten, aber auch vieler weiterer Schädlinge. Vor allem in Obstanbaugebieten werden diese nützlichen Helfer angesiedelt.

Möglichkeit 2: Raupen per Hand entfernen

Meist wird der Schädling erst dann entdeckt, wenn die heraufwandernden Raupen Gespinste gebildet haben. Hier zeigen chemische Bekämpfungsmaßnahmen kaum noch Wirkung. In diesem Stadium ist es am effektivsten, wenn die Gespinste mitsamt der Raupen per Hand von den Bäumen entfernt werden.

Sie können entweder abgesammelt, abgeschnitten oder aber mit einem etwas härteren Wasserstrahl beseitigt werden. Keinesfalls sollten die Gespinste auf den Komposthaufen geworfen werden.

Möglichkeit 3: Gespinnste vernichten

Eine Möglichkeit der Beseitigung besteht darin, die auf den Boden gefallenen und oder abgeschnittenen Gespinste mit einem Abflammgerät, wie es beispielsweise bei der Bekämpfung von Unkraut zum Einsatz kommt, zu verbrennen. Dabei müssen natürlich die örtlichen Brandschutzbestimmungen beachtet werden.

Möglichkeit 4: Leimring an Baumstämmen anbringen

Da es sich bei den Apfelgespinstmotten um eine einjährige Population handelt, sollte bereits im Sommer mit entsprechenden Bekämpfungsmaßnahmen begonnen werden. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die Falter mit der Eiablage. Bringen Sie jetzt jeweils einen Leimring pro Stamm an und hängen zudem noch Lockstofffallen in die Äste. Abhängig von der Menge gibt es den Raupenleim im Gartensortiment von Amazon günstig zu bestellen.

Letztere sollten spätestens im Juni aufgehängt werden, wenn sich die Raupen entpuppen und sich zu Faltern entwickeln. Die Fallen locken durch ihren intensiven Duft die Falter an, die dann auf der mit Insektenleim versehenen Fläche kleben bleiben. So verringern Sie im Folgejahr die Population der Apfelgespinstmotten.

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Dieser Raupenleim kann einen Befall durch die Raupen der Apfelgespinnstmotte verhindern.

Möglichkeit 5: Rückschnitt des Baumes

Eine weitere Möglichkeit der Bekämpfung ist, im Winter einen Rück- und Pflegeschnitt des Baumes durchzuführen. Die abgeschnittenen Äste sollten entweder sofort zum örtlichen Abfallhof gebracht oder vor Ort verbrannt werden – natürlich wiederum unter Einhaltung der Brandschutzbestimmungen.

Spätestens beim Pflege- und Rückschnitt sollten Sie den Baum auch auf eventuell vorhandene Eigelege untersuchen und diese gleich mit beseitigen.

Möglichkeit 6: Pflanzenschutzmittel gegen Apfelgespinnstmotten

Im Frühjahr ist unter Umständen auch der Einsatz von nützlingsschonenden Pflanzenschutzmitteln, zu denen beispielsweise XenTari Raupenfrei gehören, sinnvoll.

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Auf XenTari basierendes biologische Spritzmittel, dass nicht bienengefährlich gegen Schädlinge wirkt.

Allerdings sollte bei der Anwendung genau auf die auf der Umverpackung gemachten Angaben geachtet werden. Chemische Pflanzenschutzmittel sollten allerdings nur bei kleinen bis mittelgroßen Bäumen zum Einsatz kommen.

Unser Fazit – Apfelgespinnstmotten loswerden

Um Apfelgespinnstmotten wirklich langfristig loszuwerden, müssen ab besten mehrere Maßnahmen angewandt werden. Die Gute Nachricht ist jedoch, dass sich die von einer Apfelgespinstmotte besiedelten Bäume wieder erholen können. Häufig sucht sich die Apfelgespinstmotte im nächsten Jahr einen anderen Baum als Wirt.

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