Wie bepflanze ich Blumenkästen mit Wasserspeicher?

Wer längere Zeit verreist sollte dafür Sorge tragen, dass seine Pflanzen auch in der Zwischenzeit mit Wasser versorgt werden. Nicht jeder möchte dabei seinen Nachbarn oder Freunde darum bitten, regelmäßig die Blumen zu gießen. Eine sehr gute Alternative besonders für Pflanzen auf Balkon und Terrasse ist es, Blumenkästen mit Wasserspeicher einzusetzen. Dieser Beitrag erklärt Ihnen, wie sie diese speziellen Blumenkästen bepflanzen.

Blumenkästen mit Wasserspeicher – Bestandteile

Blumenkästen mit Wasserspeicher bestehen aus einem inneren und einem äußeren Kasten. Der äußere Kasten dient als Wasserreservoir und verfügt sowohl über einen Einfüllschacht als auch einen Füllstandsanzeiger. Dieser zeigt den aktuellen Wasserstand an. Fällt der Pegel unter die rote Markierung, muss wieder nachgegossen werden, am Besten bis zur oberen Maximalstandsanzeige.

Unterhalb des inneren Kastens – bei einigen Modellen auch im äußeren Kasten – sind Abstandhalter angebracht. Diese verhindern, dass die Pflanzen direkt im Wasser stehen. Das Wasser ziehen sich die Pflanzen über die im Innenteil des zu bepflanzenden Kastens gelegenen Ansaugkegeln. Durch diese Kegel wachsen die Wurzeln innerhalb weniger Wochen bis ins Wasserreservoir.

Diese speziellen Blumenkästen werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Sinnvoll ist es, auf Modelle zurückzugreifen, die über einen Überlaufschutz verfügen. Kommt es in Ihrer Abwesenheit zu heftigen Regenfällen, kann das Wasser so problemlos ablaufen, die Pflanzen werden somit nicht ertränkt. Hat Ihr bisher genutzter Blumenkasten mit Wasserspeicher keinen Überlaufschutz, müssen Sie das überschüssige Wasser nach jedem Regenschauer entfernen.

Die richtige Bepflanzung der wasserspeichernden Blumenkästen

Verwenden Sie zum Bepflanzen hochwertige Blumenerde, die bereits vorgedüngt ist. So ersparen Sie sich in den ersten Wochen die zusätzliche Düngung. Beim Setzen der Pflanzen sollten Sie keineswegs an Blumenerde sparen. Rechnen Sie für einen etwa 1 Meter langen Blumenkasten mit einem Verbrauch von mindestens 25 Liter Blumenerde.

Den Pflanzkasten selbst können Sie wie jedes herkömmliche Modell ohne Wasserreservoir bepflanzen. Es ist aber sinnvoll, sich für maximal drei verschiedene Pflanzenarten, die natürlich zueinander passen sollten, zu entscheiden. Ansonsten wirken die Kästen schnell zu bunt. Selbstverständlich muss die Blumenerde auch hier nach dem Setzen der Pflanzen festgedrückt werden.

Haben Sie den Innenkasten vollständig bepflanzt, kann dieser nun in den äußeren Kasten gesetzt werden. Setzen Sie hier nun den Wasserstandsanzeiger an der vorgesehenen Position ein. In den ersten zwei bis drei Wochen sollten Sie die Pflanzen nur von oben gießen. Kontrollieren Sie dann, ob sich bereits erste Wurzeln gebildet haben, indem Sie den Innenkasten herausheben und dann bereits erste Wurzeln entdecken, die aus den Ansaugkegeln herausgewachsen sind. Ist dies der Fall, so können Sie jetzt mit dem Gießen über den Einfüllschacht beginnen.

Unter Umständen wird sich im Laufe der Zeit herausstellen, dass manche Pflanzen mit Wasserspeicherkästen – so die korrekte Bezeichnung der Blumenkästen mit Wasserspeicher – nicht zurecht kommen. Bei Geranien besteht beispielsweise die Gefahr, dass die Wurzeln verfaulen. Wenn Sie merken, dass die Pflanzen nicht zurechtkommen, sollten Sie diese rechtzeitig in einen herkömmlichen Pflanzkasten oder direkt in den Garten pflanzen. Die entstehende Lücke bepflanzen Sie anschließend entweder neu oder lassen hier den bereits vorhandenen Blumen mehr Platz, um sich auszubreiten.

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