Einen Holzzaun pflegen und wetterfest machen

Ein Holzzaun stellt nicht nur die Begrenzung des eigenen Grundstücks dar, er dient gleichermaßen als Zierde für Haus und Garten. Doch Sonne, Regen, Schnee, Pilze oder Ungeziefer können ihm so stark zusetzen, dass er ohne die richtige Pflege langsam verrottet und bald keinen schönen Anblick und Stabilität mehr bietet.

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Vor- und Nachteile von einem Zaun aus Naturholz

Durch sein natürliches Aussehen fügt sich ein Holzzaun optisch in der Regel sehr gut in seine Umgebung ein und ist eine gute Alternative zur Gartenhecke. Zudem sind Zäune aus Holz, je nach verwendeter Holzart, relativ günstig in der Anschaffung und lassen sich recht einfach aufstellen. Auch ökologisch gesehen ist die Verwendung von Holzzäunen ein Vorteil, da es sich hier um einen nachwachsenden Rohstoff handelt.

Nachtteil von Holzzäunen ist ihre hohe Pflegeintensität. Denn im Gegensatz zu Zäunen aus Metall oder Kunststoff verfault ein Holzzaun, wenn er nicht vor Feuchtigkeit geschützt wird oder kann durch Witterungseinflüsse, Pilze und Ungeziefer mit der Zeit morsch werden.

Was beeinflusst die Lebensdauer von Holzzäunen?

Bereits beim Kauf eines Holzzaunes kann mit der Wahl der Holzart etwas zur besseren Witterungsbeständigkeit beigetragen werden. Fichte und Kiefer, wie beispielsweise bei holz-direkt24.com vorgeführt, sind die gebräuchlichsten Hölzer für Zäune und sehr robust, allerdings ist die Widerstandsfähigkeit der Fichte gegenüber Pilzen sehr gering. Eiche, Akazie oder Robinie sind sehr witterungsunempfindlich, dafür aber teurer als andere Holzarten. Nicht geeignet sind dagegen Esche, Buche und Ahorn, da ihnen die Widerstandskraft fehlt.

Wie können Holzzäune am besten geschützt und gepflegt werden?

Um einen Holzzaun vor dem Verfall zu schützen, kann er lackiert oder lasiert werden. Bei beiden Anstrichmitteln sollte darauf geachtet werden, dass sie wetterfest und wasserabweisend sind. Dazu sollte auch entschieden werden, womit Lackiert werden soll und welche Möglichkeiten es jeweils optisch bietet.

Die längsten Pflegeintervalle hat der Zaun, wenn er lackiert wird. Allerdings überdeckt der Lack die Maserung des Holzes und sein Schutz wirkt nur oberflächlich. Dafür muss der Anstrich nur alle fünf bis sieben Jahre erneuert werden.

Spezielle Zaunfarben und Lasuren bieten einen besseren Schutz, da sie beim Streichen in das Holz eindringen und so von innen vor Witterungseinflüssen oder Pilzen schützen. Lacke verstopfen die Poren, so dass das Holz nicht mehr atmen kann und dies zum Abblättern des Lacks führen könnte. Mit dem Lasieren bleibt zudem die die Maserung des Holzes gut sichtbar.

Erhältlich sind Lasuren als Dünn- und Dickschichtlasuren. Die Dünnschichtlasur muss alle zwei bis drei Jahre erneuert werden, die Dickschichtlasur benötigt dies nur alle drei bis fünf Jahre.

Lacke und Lasuren sollten immer in Richtung Maserung gestrichen und in zwei dünnen Schichten aufgetragen werden, da der Anstrich dann gleichmäßiger ausfällt.

Welche Möglichkeiten gibt es noch für Schutz und Pflege?

Neben Lacken und Lasuren trägt auch der Einsatz von Holzschutzmitteln dazu bei, die Lebensdauer eines Holzzauns zu erhöhen. Allerdings enthalten diese Mittel Biozide, das sind Wirkstoffe, die biologisch oder chemisch Insekten oder Pilze abtöten. Da solche Mittel aber nicht nur auf zaunschädigende Organismen einwirken, rät das Umweltinstitut vom Einsatz solcher Präparate ab. Erkennen lässt sich ein Anstrichmittel ohne Biozide durch das Umweltzeichen „Blauer Engel“.

Wichtig ist es auch darauf zu achten, dass die Holzpfosten keinen Bodenkontakt haben und mit Bodenhülsen geschützt werden. Hilfreich sind auch oben abgeschrägte Pfosten, damit das Regenwasser daran ablaufen kann oder spezielle Pfostenabdeckungen, die verhindern, dass Feuchtigkeit eindringt.

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