Heckenarten: Immergrüne, laubabwerfende und Koniferenhecken

Hecken dienen in den meisten Gärten entweder als Sichtschutz, als Wind- und Lärmschutz und natürlich auch als Dekoration. Manche Heckenpflanzen mögen es sonnig, andere brauchen den Halbschatten oder den Schatten.

Je nachdem, welche Funktion die Heckenpflanzen erfüllen soll und wo sie stehen soll gibt es geeignete Heckenarten. Diese werden hier vorgestellt. Alle der vorgestellten Hecken bis auf den Feldahorn sind das ganze Jahr über grün.

Vor der Kultivierung der Hecke muss ganz klar sein welche Eigenschaften und welchen Zweck sie erfüllen muss.

Soll sie hoch oder niedrig sein? Muss sie unbedingt blickdichten Sichtschutz bieten oder nicht? Will man, dass die Heckenpflanzen das ganze Jahr grün sind oder bevorzugt man schöne rote Blätter im Herbst? Wer möchte kann die Heckenpflanzen auch mischen, wenn die Bedingungen zum Standort und zur Pflege zusammenpassen.


Immergrüne Hecken

Die immergrüne Hecke gehört zu den beliebtesten Heckenarten für Gartenbesitzer, da sie das ganze Jahr über grün und winderhart ist. Sie sieht aber nicht nur besonders schön aus, sondern dient auch als Sonnenschutz, Lärmdämpfer, Sichtschutz vor den Nachbarn und als Windfang.

Da sie keine Blätter verliert ist sie außerdem pflegeleicht. Zu dieser Heckenart gehören zum Beispiel der Kirschlorbeer, die Stechpalme oder die Thuja.

Kirschlorbeer

  • Immergrüne Laubhecke
  • glänzend-grüne Blätter
  • starker Wuchs
  • bis zu zwei Meter Höhe

Der Kirschlorbeer ist eine der sehr beliebten Heckenpflanzen. Er ist immergrün, wächst blickdicht und zügig und ist robust. Er kommt auch mit Trockenheit gut zurecht. Der Kirschlorbeer kann sowohl Sonne als auch Schatten vertragen und wächst bis zu zwei Meter hoch .

Der Kirschlorbeer bevorzugt humus- und nährstoffreiche Lehmböden, kann aber auch auf mäßig trockenen, sandigen Böden gut gedeihen. Er verträgt nur keine verdichteten Böden und stauende Nässe.

Er trägt von Mai bis Juni, cremeweiße Blütenstände. Bis August entstehen daraus Trauben aus schwarzen Steinfrüchten bei Reife, die im rohen Zustand jedoch giftig sind.

Buchsbaum Hecke

  • Das ganze Jahr grün
  • Glänzend-grüne Blätter
  • Bis zu vier Meter Höhe
  • Risiko: Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaum ist aus vielen Garten nicht wegzudenken, allerdings sei vor einem Kauf vor dem Buchsbaumzünsler gewarnt, der seit Jahren Buchsbäume zerstört. Wer eine Buchsbaumhecke will sollte sich vorab informieren, ob sein Gebiet vom Buchsbaumzünsler betroffen ist.

Der Buchsbaum gehört zu den Heckenarten, die eher Schatten brauchen, da seine Blätter an sonnigen Standorten während heißer Sommertage und andauernder Hitze verbrennen würden. Der Boden der Buchsbaumhecken ist idealerweise kalkhaltig, leicht feucht und durchlässig. Ein als Hecke geeigneter Buchsbaum wird bis zu vier Metern hoch. Die Pflanzen müssen gedüngt werden.

Für einen dichten und gleichmäßigen Wuchs muss man diese Heckenarten regelmäßig schneiden.


Laubabwerfende Hecken

Im Vergleich zur immergrünen Hecke verliert die Laubabwerfende Hecke im Winter ihre Blätter. Trotzdem mögen viele Gartenbesitzer die laubabwerfenden Hecken, da die Blätter sich im Herbst sehr schön orange und rot färben.

Zu den laubabwerfenden Hecken gehören der Feldahorn, die Hainbuchenhecke oder der Liguster. Der Liguster wirkt jedoch trotzdem immergrün, weil er seine Blätter erst abwirft, wenn im Frühling bereits neue gekommen sind.

Feldahorn

  • Nicht immergrün
  • Schnellwüchsig
  • Günstig
  • Verträgt starke Rückschnitte

Zum besten Standort gehört für den Feldahorn ein sonniger bis halbschattiger Platz. Im Vollschatten geht es dem Feldahorn nicht gut. Die Erde darf außerdem kalkhaltig sein, saure Torferde und Staunässe sollen vermieden werden, bei Trockenheit im Sommer darf der Feldahorn jedoch gegossen werden. Außerdem ist das korrekte Schneiden das A und O für ein gesundes Wachstum.

Ligusterhecke

  • Immergrüne Laubhecke
  • glänzend-grüne Blätter
  • sehr dichter Wuchs
  • bis zu fünf Meter Höhe

Liguster mag einen sonnigen bis halbschattigen Standort, einen durchlässigen und frischen Boden und darf regelmäßig gegossen, gedüngt und geschnitten werden. Er ist schnellwüchsig und wird bei angemessener Pflege dann bis zu fünf Metern hoch. Liguster gehört zu den robusten Hecken Pflanzen und ist winterhart.

Man könnte meinen, dass der Liguster zu den immergrünen Pflanzen gehört, weil er seine Blätter erst abwirft, wenn die neuen Blätter im Frühling zu sehen sind. Die Blüte erfolgt im Juni und Juli, im Herbst entstehen darauf die schwarzen giftigen Beeren. Der Liguster ist schnittfest und kompakt, daher kann man ihn schön in Form schneiden.

Lesetipp: Steckbrief, Pflanzung und Pflege der Ligusterhecke.


Koniferenhecke

Koniferen sind aufgrund ihrer Robusheit und Pflegeleichtigkeit beliebt. Die Heckenpflanzen wachsen aber auch schnell und werden hoch. Die meisten der Koniferen gehören außerdem zu den immergrünen Heckenpflanzen und sind winterhart. Sie gehören jedoch zu den Nadelbäumen und wirken im Garten ganz anders als Hecken mit Blättern.

Auch sie eignen sich gut als Sichtschutz und Windschutz. Zu den in Deutschland beliebten Koniferen zählen die Thuja, die Eibe oder die Scheinzypresse.

Zypresse

  • Immergrüne Nadelhecke
  • Mediterrane Optik
  • Guter Sichtschutz
  • Blaue Nadeln
  • Duften gut

Insbesondere die blaugrauen und die gelben Scheinzypressen sind beliebte Koniferen, die sich wegen ihrer Höhe und Dichte sehr gut zum Sichtschutz eignen. Die Scheinzypresse ist eine immergrüne Hecke und ist somit das ganze Jahr ein schöner Hingucker. Ihre Besonderheit sind die blauen Nadeln.

Sie duften gut und sind wind- und winterfest. Sie brauchen nicht viel Pflege, außer einen regelmäßigen Schnitt, um ihre Form zu halten. Ihr idealer Standort ist sonnig bis halbschattig, der Boden sollte feucht und frisch sein und wenn es besonders trocken ist darf sie auch regelmäßig gegossen werden.

Eibenhecke

  • Immergrüne Nadelhecke
  • Das ganze Jahr Sichtschutz
  • Bis zu vier Meter Höhe
  • Sehr schnittverträglich

Die Eibe eignet sich besonders für diejenigen als Heckenpflanze, die einen naturnahen Garten haben und auch bereit sind viele Vögel willkommen zu heissen, denn sie bietet ihnen Nahrung (Vogelbeeren) und gute Nistplatzmöglichkeiten.

Die dichte Eibe ist sowohl für Sonne als auch Schatten geeignet und braucht einen besonders frischen feuchten und durchlässigen Boden mit kalkhaltiger Erde. Man muss sie regelmäßig wässern und düngen und am Besten das ganze Jahr über mulchen. Außerdem muss sie regelmäßig geschnitten werden. Sie kann bis zu vier Meter hoch wachsen.

Thuja

  • Immergrüne Nadelhecke
  • Schnellwüchsig und dicht
  • Bis zu vier Meter Höhe
  • Günstig

Der Lebensbaum ist als immergrüne Heckenpflanze äußerst blickdicht, frosthart, windfest, die Pflanze wächst zügig und sie ist besonders günstig. Er wächst bis zu vier Meter hoch.

Sie tolerieren zwar lichten Schatten, wachsen am Besten aber an sonnigen Standorten. Der Boden ist idealerweise feucht und trocket auch im Sommer nicht aus. Die Erde sollte kalkhaltig sind, gut sind sandige Lehmböden. Gut ist es den Lebensbaum regelmäßig zu gießen und mit Koniferen Dünger zu düngen.


Weitere Heckenarten

Man kann Hecken außerdem noch in Niederhecken, hohe Hecken und Baumhecken einteilen. Niederhecken sind etwa zwei bis drei Meter hoch, hohe Hecken erreichen bis fünf Meter. Baumhecken setzen sich aus Nieder- und Hochhecken zusammen und haben Bäume in der Hecke verarbeitet. Hecken können außerdem auch in den schönsten Farben blühen oder gut duften, sie müssen nicht immer nur grün sein.

Niedrige Heckenpflanzen eignen sich für Beetumrandungen, einen Vorgarten oder eine Terrasseneinfassung. Man kann die folgenden niedrigen Hecke Pflanzen auch gut mischen, um sie bunt zu machen: Blutjohannisbeere, Brautspiere, die buchsblättrige Berberitze oder der Perlmuttstrauch.

Hohe Hecken gibt es ebenso als blühende oder blätterbunte Pflanzen, die auch Sichtschutz bieten. Beliebt sind Bauernjasmin, Blutbuche, Forsythie oder Glanzmispel.

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