Welche Pflanzen sind für einen schattigen Vorgarten geeignet?

Nicht jede Pflanze kommt im Vorgarten gut zur Geltung. Dabei spielen nicht nur die Bodenverhältnisse, sondern auch die Schattenbildung eine wichtige Rolle. Aber welche Pflanzen gedeihen hier gut und können zugleich für interessante Farbtupfer sorgen? Interessante Antworten auf diese weitere Fragen hält der nachstehenden Beitrag bereit.

Woher kommt der Schatten?

Zuerst einmal stellt sich die Frage, woher der Schatten kommt. Liegt der Vorgarten gen Norden, wo generell wenig Sonne hingelangt? Oder steht im zur Straße verlaufenden Garten ein großer Baum, der durch sein dichtes Blattwerk Schatten wirft? Gerade dann gibt es einige interessante Möglichkeiten der Bepflanzung.

Schattenwurf durch Baum

Steht in Ihrem Vorgarten ein großer Baum, sorgt dieser natürlich durch das Blattwerk für eine schattige Fläche. Da er im Frühjahr aber erst die Blätter austreibt, können Sie bereits im Herbst rund um den Baumstamm Zwiebeln von Frühblühern – beispielsweise Krokussen, Narzissen, Schneeglöckchen oder auch Tulpen – setzen. Diese erhalten beim Austrieb im Frühling noch genügend Licht, da das Blattwerk des Baumes dann noch fehlt. Zugleich profitieren diese Pflanzen im Sommer von der Schattenbildung, da die Zwiebeln durch die Trockenheit nicht so schnell verfaulen und somit auch im nächsten Jahr wieder in voller Blüte stehen können.

Die bekanntesten Schattenpflanzen

Viele Pflanzen lieben einen sehr sonnigen oder zumindest halbschattigen Standort. Es gibt aber auch eine Menge Pflanzen, die im Schatten gedeihen. Dazu gehören unter anderem

  • Farne,
  • Bauernhortensien,
  • Fleißige Lieschen,
  • Begonien,
  • Fuchsien,
  • Herbstanemonen,
  • Funkien,
  • Lampionblumen,
  • Johanniskraut,
  • Hosta,
  • Sterndolden und
  • Fingerhut.

Natürlich ließe sich diese Aufzählung noch erheblich erweitern. Zugleich bemerken Sie hier aber schon, dass es durchaus eine stattliche Anzahl an Blühpflanzen gibt, die im Schatten gedeihen.

Bodenbeschaffenheit

Die meisten Schattenpflanzen bevorzugen einen feuchten Boden. Durch vorhandene Bäume und Stauden kann die Sonne nicht so gut durchdringen, sodass die Feuchtigkeit länger im Boden verbleibt. Dieser sorgt so für einen guten Wasserspeicher, was sich gerade in heißen Sommern positiv bemerkbar macht.

Ob ein Boden viel Feuchtigkeit besitzt, bemerken Sie, wenn im Rasen viel Moos vorhanden ist. Moos liebt feuchte Standorte und ist deshalb ein wichtiger Indikator für feuchten und zugleich sauren Boden. Natürlich müssen Sie im Sommer auch die Pflanzen mit schattigen Standorten regelmäßig gießen.

Viele Stauden ebenfalls für schattigen Vorgarten geeignet

Auch viele Stauden eignen sich für die Anpflanzung im schattigen Vorgarten. Zu diesen gehören neben den weiter oben bereits benannten auch

  • Schirmbambus,
  • Prachtspiere,
  • Engelstrompete,
  • Polsterglockenblume,
  • Schöllkraut und
  • Clematis.

Eine umfassende Übersicht über Schattenpflanzen finden Sie auf der Webseite Gartendatenbank.

Das sollten Sie ebenfalls wissen

Viele dieser Schattenpflanzen können Sie nicht nur direkt im Garten, sondern auch in Kübeln einsetzen, die nicht direkt in der Sonne, sondern durchaus im schattigen Vorgarten aufgestellt werden können. Hier muss dann natürlich regelmäßig gegossen werden.

Achten Sie bei der Auswahl auch darauf, ob die Pflanzen winterhart sind oder nicht. Gerade in Bereichen, in denen die Sonne nicht so gut vordringt, ist die Kälte dann besonders stark zu spüren. Das macht sich dann selbstverständlich auch beim Neuauswuchs der Pflanzen bemerkbar. Auch hier kann es sinnvoll sein, die Pflanzen vor dem ersten Frost mit Reisig oder kleineren Zweigen von Nadelholzgewächsen abzudecken. Letztere werden dann im Frühjahr wieder entfernt.

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